Gestaltungsregeln für Mineralguss – Spänetransport

Mineralgussgestelle ermöglichen vielfältige Lösungen für den störungsfreien Abtransport von Spänen sowie Kühl- und Schneidmitteln. Durch das Darstellen von komplexen Geometrien kann ein nahtloser Übergang zu Späneförderern und Kühlmittelentsorgung geschaffen werden. Das Angießen von Tropfkanten oder das Befestigen von Labyrinthblechen ist oft problemlos möglich.

Spänekasten
Spänekasten

Die Funktion eines Spänekastens kann direkt in die Gestell-Struktur integriert werden.
Dadurch sind keine Undichtigkeiten zu befürchten. Bei direktem Spänebeschuss sind partiell Verschleißbleche notwendig. Viele Befestigungsmöglichkeiten zu nachgeschalteten Späne- und Kühlmittelförderern sind möglich. Spänekästen sind die Schnittstelle für unterschiedliche Ausführungen von Flachförderer.
Je nach Anwendungsfall soll der entsprechende Flachförderer ausgewählt werden.

  • Kratzbandförderer für kurze Stahlspäne, Nadelspäne Gussspäne, Schleifschlamm,
    für Trocken- und Nassbearbeitung geeignet
  • Magnetbandförderer für kurze/gebrochene ferromagnetische Späne und Stanzabfälle
  • Scharnierbandförderer für lange Stahlspäne, Späneknäuel, Wollspäne, für Trocken-
    und Nassbearbeitung geeignet
  • Zugklappenförderer für große Förderwege, lange Stahlspäne, kurze Stahlspäne,
    Nadelspäne (z.B. Messing), für Trocken- und Nassbearbeitung geeignet
Labyrinthdichtung
Labyrinthdichtung

Für die Schnittstelle zwischen Bauteil und Späneförderer gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.
Labyrinthdichtung:
An das Maschinenbett wird ein Rahmen mit einer Dichtung angeschraubt, dieser fungiert
als Tropfblech. Als Dichtung kann eine Flachdichtung oder Dichtschnur verwendet werden.
Für die Dichtschnur wird eine Einlegenut direkt in das Bauteil eingegossen.
Der Späneförderer wird mittels Rollen unter das Maschinenbett geschoben und kann somit
einfach für Reinigungs- und Reparaturarbeiten entnommen werden.

Tropfnut
Tropfnut
Tropfkante
Tropfkante

Tropfnut/Tropfkante:
Bei diesen beiden Ausführungen wird der Späneförderer mittels Stellschrauben von unten
gegen das Maschinenbett gedrückt. Als Dichtung zwischen Späneförder und Bauteil kann
eine Flachdichtung oder Dichtschnur verwendet werden. Für die Dichtschnur wird eine
Einlegenut direkt in das Bauteil eingegossen.
Das Bauteil wird entweder mit einer eingegossenen Nut oder einer angegossenen Kante
ausgeführt.

Arbeitsraumspülung
Arbeitsraumspülung

Durch das Eingießen von Rohren und Schläuchen ergeben sich interessante Möglichkeiten,
Spülungen für Arbeitsräume in das Maschinenbett zu integrieren. Es gibt einen zentralen
Eingang für das Spülmedium. Dieses wird unsichtbar innerhalb des Maschinenbettes
bis an die vorgesehenen Austrittsstellen geleitet. Spüldüsen können durch das Einschrauben
in eingegossene Fittings einfach angeflanscht werden.

Späneschnecke
Späneschnecke

Die Kontur für Späneschnecken kann direkt in die Gestell-Struktur integriert werden. Dadurch
sind keine Undichtigkeiten zu befürchten. Das Eingießen von Verschleißblechen sowie die direkte Anbindung der Antriebe an die Schnecke und an das Maschinenbett sind sehr gut möglich. Das Abdichten der Schnittstellen mit eingegossenen Dichtnuten im Maschinenbett ist wirkungsvoll realisierbar.
Die Einheit Späneschnecke inklusive Antrieb kann komplett in das Maschinenbett eingeschoben werden. Zur Abdichtung wird eine Dichtschnur verwendet. Die Einlegenut kann direkt in das Maschinenbett eingegossen werden.
Am Ausgang der Späneschnecke wird ein Tropfblech montiert, unter das der Querförderer
gestellt wird. Die Abdichtung kann wie antriebsseitig beschrieben ausgeführt werden.