Gestaltungsregeln für Mineralguss – Oberflächen

Durch sehr individuelle Möglichkeiten der Form- und Farbgebung kann das Maschinengestell aus Mineralguss aktiv in das Maschinendesign eingebunden werden. Dadurch können die Kosten für die Maschineneinhausung reduziert werden. RAMPF Machine Systems unterscheidet vier wesentliche Oberflächenarten für Maschinengestelle aus Mineralguss:

Lack-Oberfläche
Lack-Oberfläche

Ein Lack wird nachträglich auf den Gussrohling aufgerollt (Spritzlackierung ist möglich, aber
nicht Standard; alle RAL/NCS-Farbtöne, außer metallic; matt bis leicht glänzend, leichte
Struktur). Ein vorbereitendes Reinigen und Aufrauen ist notwendig.

Gelcoat-Oberfläche
Gelcoat-Oberfläche

Das auch aus der Laminiertechnik bekannte Inmouldcoat-Verfahren beinhaltet das Aufbringen eines thixotropen Oberflächenharzes auf die Innenseite der Gießform in einer Schichtstärke von 0,5 bis 2 mm. Dieses verbindet sich mit dem eingegossenen Mineralguss und bildet eine widerstandsfähige, glatte und eingefärbte Oberflächenschicht als Basis für die Lackierung oder für Flächen, die keine optische Funktion haben.

Mineralguss-Oberfläche
Mineralguss-Oberfläche

Durch das direkte Gießen des Mineralgusses an die Formwand ohne Zwischenschicht,
entstehen schwarzgraue Oberflächen mit einer leicht sichtbaren Steinstruktur, die im
Späneraum oder als Basis für eine anschließende Schleifbearbeitung Verwendung finden.

Design-Oberfläche
Design-Oberfläche

Mit speziellen Füllstoffen und Rezepturen erzielt man Oberflächen mit Steinstruktur und
Farbeffekten. Nur für kleine Teile anwendbar (höhere Kosten und schlechtere mechanische
Werte).