Abhängig von der Gießgeometrie und Gießformausführung können mit der Mineralgusstechnologie Maß-, Form- und Lagegenauigkeiten von wenigen zehntel Millimetern erzielt werden. Höhere Genauigkeitsanforderungen, z.B. an Flächen für Gleit- und hydrostatische Führungen sowie an Montageflächen für Profilschienenführungen, Spindellager, Maßstäbe oder Linearantriebe, lassen sind nach dem Abguss im Wesentlichen durch drei Prinzipien realisieren. Die erreichbaren Genauigkeiten sind bei allen drei Varianten vergleichbar.

Fräsen
Fräsen

Das erste Verfahren basiert auf einer Fräs- und/oder Schleifbearbeitung von eingegossenen
Stahl- oder Gussleisten bzw. -platten. Hierbei fallen neben dem Aufwand für die Bearbeitung
meist hohe Kosten für die Eingießteile an. Wenn aufgrund kleinerer Stückzahlen in
Gießformen aus Holz gegossen wird und/oder wenn die Bearbeitungsgeometrie sehr komplex ist, hat dieses Verfahren nach wie vor seine Berechtigung.

Schleifen
Schleifen

Die Entwicklung spezieller Schleifscheiben hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass
sich das Schleifen von Mineralguss auch im Verbund mit Gewindeeinsätzen aus Stahl in
der Praxis durchgesetzt hat. Bei hinreichend genau gegossenen Teilen und schleifgerecht
angeordneten Genauigkeitsflächen sind präzise Mineralgussgestelle wirtschaftlich herstellbar.

Erfahren Sie mehr über das Thema Schleifen....

Abformen
Abformen

Die Abformtechnologie ermöglicht die Herstellung präziser Flächen auf Maschinengestellen
ohne spanende Bearbeitung direkt durch den Mineralgusslieferanten in temperierten Werkhallen. Dabei wird die Kontur hochgenauer Lehren mittels spezieller Belagsysteme (gefüllte Spezialharze mit hervorragenden Eigenschaften) auf den Mineralgussrohling übertragen.