Maschinengestelle werden weniger nach hohen Festigkeiten, sondern meist unter Steifigkeitsgesichtspunkten – minimale Verformungen bei Lasteinleitung – dimensioniert. Für die Bestimmung des statischen Nachgiebigkeitsverhaltens kann Mineralguss als isotroper, homogener Werkstoff, der dem Hooke´schen Gesetz folgt, betrachtet werden.


Elastizitätsmodul 35-45 kN/mm²

Das statische Elastizitätsmodul als Proportionalkonstante zwischen der mechanischen Normalspannung und der zugehörigen Dehnung ist für Mineralguss unter Druck- und Zugbelastung ermittelt worden; im Druckversuch sind die Werte geringfügig höher (um ca. 5%). 

Dichte = 2,3 - 2,4 g/cm³

Im Vergleich zu dem klassischen Gestellwerkstoff Grauguss beträgt das spezifische Gewicht und der Elastizitätsmodul von Mineralguss nur jeweils etwa ein Drittel. Das heißt, dass mit Mineralguss gleich steife Maschinengestelle mit gleichem oder niedrigerem Konstruktionsgewicht hergestellt werden können. Die dazu notwendige dreifache Wandstärke ist in der Regel problemlos erreichbar. Der in Graugussgestellen durch Auskernungen erzeugte Raum wird in Mineralgusskomponenten einfach ausgefüllt.

Poisson-Zahl = 0,25-0,3

Trotz des geringeren Elastizitätsmoduls als Stahl bzw. Grauguss ist das statische Nachgiebigkeitsverhalten von Mineralgussgestellen im Vergleich zu vergleichbaren Gestellen aus Metallwerkstoffen besser. Das resultiert aus den wesentlich höheren – mit der Querschnittsfläche exponentiell steigenden – Widerstandsmomenten.