Mineralguss-Herstellung
Die Bestandteile von EPUCRET-Mineralguss werden dosiert, gemischt, in Formen vergossen und verdichtet. Danach erfolgt die Aushärtung in der Gießform.

- Korrekte Dosierung ist das A und O
Dosieren
Um reproduzierbare Werkstoffeigenschaften zu erzielen, müssen vor allem die einzelnen Komponenten des Bindemittels (Harz und Härter) und der Füllstoffmischung (sieben Kornfraktionen) korrekt dosiert werden. Die Dosierung erfolgt bei EPUCRET volumetrisch über Dosierschnecken bzw. Dosierpumpen. Je nach Anwendungsfall und Rezeptur liegen die Gewichtsanteile für die Füllstoffe zwischen 90 und 93 % bzw. für die Bindemittel zwischen 7 und 10 %.

- Mischvorgang erfolgt in zwei Phasen
Mischen
Der Mischvorgang erfolgt in zwei Phasen. Im ersten Schritt werden die Anteile der verschiedenen Korngrößen (Kornfraktionen) zur fertigen Sieblinie sowie das Harz mit dem Härter zum Bindemittel vermischt. Die optimale Bindung des Mineralgusswerkstoffs hängt stark von einer vollständigen Benetzung der Füllstoffe mit dem Epoxidharzbindemittel ab, die im zweiten Schritt nach dem Zusammenführen beider Mineralgussbestandteile erzielt wird. Für beide Phasen setzt EPUCRET die kontinuierliche Mischung durch Mischschnecken ein.

- Das Gießen erfolgt über eine Gießpfanne
Gießen
Das Gießen, also das Füllen der Form, erfolgt mittels einer Gießpfanne oder direkt aus der Mischanlage. Da der Gießprozess bei großvolumigen Teilen mehrere Stunden dauern kann, spielt die Topfzeit – also die Zeit, in der die Mineralgussmischung verarbeitbar bleibt – eine wesentliche Rolle. Bei epoxidharzbasierten Mineralgusssystemen beträgt die Topfzeit fünf bis sechs Stunden.

- Verdichtungsprozess sorgt für bestmögliche Entlüftung
Verdichten
Das Ziel des Verdichtungsprozesses (Rütteln) ist eine bestmögliche Entlüftung der Mineralgussmischung durch die Erzeugung einer Relativbewegung der Füllstoffbestandteile und damit der Reduzierung des Porengehalts. Bei EPUCRET werden dafür die Gießformen auf speziellen, hochleistungsfähigen Verdichtungstischen aufgespannt (stufenlos regelbar bis zu einer Frequenz von 70 Hz und bis zu einer Beschleunigung von 2,5 g).

- Beim Aushärten entsteht eine exotherme Reaktion
Aushärten
Die Reaktion des Epoxidharzes ist mit einer Wärmeentwicklung verbunden (exotherme Reaktion). Zeitgleich beginnt die Verfestigung des Bindemittels. Bei EPUCRET Mineralguss beträgt die maximale Prozesstemperatur nur 45 °C. Eine höhere Erwärmung würde die Abkühlzeit verlängern und zum sehr nachteiligen Aufbau von Abkühl- und Schwindspannungen führen. Nach 12 Stunden kann der Gussrohling entformt werden. Somit ist in der Regel je Arbeitstag ein Mineralgussteil aus einer Gießform herstellbar.
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